Giritli Ali Baba’s Einstellung zum Geschöpf (mahluq)
Dies würde einem Menschen ähneln, der Augen hat, und dass Haqq nur derjenige erkennt, der es akzeptiert. Für einen echten Muwwahid (Monotheist) und Arif Billah (Gotteskenner) ist es unmöglich, asil und far’ voneinander zu trennen und sie als voneinander verschieden zu betrachten. Falls aber doch, so wäre dieser jemand in Wirklichkeit ein Mushrik, der Gott etwas zugesellt (nämlich eine Materie die unabhängig von Gott existiert). Giritli beschreibt, dass Adam noch unbekannt gewesen ist, als er noch in der Welt bzw. Ebene der Einsamkeit und Einzigartigkeit (alam al-mufradât) verweilte. Erst als die Formung Adams zu einer materiellen Synthese verwirklicht wurde, und er in die materielle Ebene bestehend aus Raum und Zeit transformiert wurde, wurde er „Mensch“ genannt. Denn seine dhat uns sifat sind eins genau wie Haqq und Adam.
Menschen sind in ihrer körperlichen Schöpfung und Natur eins.[12] Es gibt keine tatsächlichen physikalischen Unterschiede.[13] Die Unterschiede zeichnen sich nur aus in der Begabung (istidat), Schöpfung (khilkat) und Manifestation (tajalli). Die awliyullah’ unterscheiden sich von anderen Menschen nur durch diese drei Eigenschaften. Um die Perfektion (kamâl) zu erlangen, ist istidat von ausserordentlicher Bedeutung. Die Ausgangsituation basiert auf tajalli und hurufs (Buchstaben). Der Mann besitzt 32 Buchstaben während die Frau 28 Buchstaben besitzt. Aus dem Grund, darf eine Frau kein Murshid werden kann, was aber nicht als Hindernis zu verstehen gilt, die Perfektion (insân-i kâmil) nicht erreichen zu können.
Giritli Ali Baba’s Ansichten bezüglich der Begabung
Bu kadar nasîbi aşk-ı hakîkiden ey gönül,
Şol sâlik ki mürşidi nâkıs ukûl ola.
Ungefähre Bedeutung:
Oh Herz! Nach soviel wahrer Liebe, die Anteil wurde,
Jener Novize, dessen Murshid’s Verstand mangelhaft ist.
Şol sâlik ki mürşidi nâkıs ukûl ola.
Ungefähre Bedeutung:
Oh Herz! Nach soviel wahrer Liebe, die Anteil wurde,
Jener Novize, dessen Murshid’s Verstand mangelhaft ist.
Laut Giritli hat jeder Mensch die Eignung und Fähigkeit (istidat), welches nicht abhängig ist von der natürlichen Veranlagung (khilkat), Manifestation (tajalli) und äusserlicher Merkmale (mazhariyet). Allah’s Namen und Attribute wurden offenkundig durch die Manifestation der Menschheit und beeinflusste sie. Menschliche Neigungen wie z.B. Grosszügigkeit, Feinheit, Vorzüglichkeit sowohl Tyrannei existiert nur durch Allah’s Namen und Attribute. Er zitiert den Vers: „Was immer euch gutes widerfährt, so ist es von Allah, aber das schlechte von euch…“(5.Sure:79) Somit alles von Allah stammt, so ist es für Giritli ein Zeichen des Adab den zitierten Vers zu akzeptieren. Es ist verboten, das Böse mit Allah zu assozieren!!
Giritli Baba bringt zur Geltung, dass niemand diesen Pfad mit der simplen Absicht beschreiten sollte, das Ziel auf passive Weise zu finden und zu erreichen. Es wäre inkorrekt hinter Phantasien und Illusionen zu rennen. Für den Salik stehen im Vordergrund Zeichen und Symbole, die von den Propheten (anbiya’) (Friede sei mit ihnen allen) und Heiligen (awliya) (möge Allah deren Geheimnisse segnen) vorgetragen wurden, zu verstehen und zu erkennen. Mit einer wahren Begabung und gleichzeitigen Hingabe zu Allah (taslimiyyat), kann man seine wahre Essenz finden und sein Ich kennen. Das impliziert die Erkenntnis, dass sein Geist Allah’s Geist ist.[14]
Die Attribute solcher Menschen ist laut Giritli Baba das „Sifat ar-Rahman“ und das Temperament des „ahsan al-takwim“ , das Beste aller Geschöpfe.
Ein ’Âshiq muss die Realität des Seins (Haqq) mit Allah sehen. Ein ’Âshiq ist voller Hingabe an Allah, dann am Ende wird er den Segen eher erhalten durch Allah’s Namen „aziz“, „lâtif“, „jamil“ als wenn er in leichtfertige Liebe verfällt (juzî ’ashq), wo er dann vermutlich denkt, die Stufe eines ’Âshiq erreicht zu haben, in Wirklichkeit aber kein tatsächlicher Âshiq zu sein. Wenn ein Mensch Allah liebt, so darf dieser seine Liebe niemanden anderen geben, als Ihm selbst.
Wenn eine Person in den Geschöpfen etwas anderes sieht als Allah, dann impliziert dies die Form des Shirk. Jemand der seinen Schöpfer oder die Menschen liebt, liebt Haqq. Das vorhin erwähnte Hadith’ul Qudsi „Ich war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden.“ bedeutet, dass Haqq aus Liebe erschuf.
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[12]„Vom äusserlichen Erscheinungsbild ähneln sich die Menschen. Denn die Eltern aller Menschen sind Adam und Eva.“ (Hz. Ali)
[13]Hussain ibn Halid überliefert, wie er Imam Ali Riza (a.s.) mitteilte, dass das gewöhnliche Volk den prophetischen Hadith so versteht, dass Gott Adam nach Dessen Ebenbild erschuf. Daraufhin entgegnete der Imam (a.s.): „Möge Gott deren Leben nehmen!! Sie liessen einen Teil des Hadith’ weg. In Wirklichkeit lautet dieser Hadith auf folgende Begebenheit: Eines Tages ging der Gesandte Gottes (s.a.a.) an zwei Männern vorbei, die sich lauthals gestritten haben. Von denen sagte der eine zum anderen: „Möge Gott dein Gesicht und alle die dir ähneln noch hässlicher machen!“ Daraufhin griff der Prophet (s.a.a.) ein und wendete sich dem Fluchenden zu: „Oh Du Diener Gottes! Sage so etwas nicht zu deinem Bruder! Denn Gott, der Erhabene, schuf Adam nach seinen/dessen (von dem beschimpften Mann) Ebenbild.“
Shaikh Saduq, Uyunu Achbar’ir-Riza (a.s.), 11 Kapitel, Hadith Nr.: 12
[14]Der Odem (arab. Ruh) ist etwas Geschaffenes, genauso wie der Wind (arab. Rih). Es ist als kein partikulärer Teil Gottes zu verstehen, da Gott über alles Erhaben ist. Das Geschaffene, als auch „Ruh“/Odem, gehört Gott, weil Er sich darauf bezieht. Genau wie Gott sich auf die Kaba bezieht, und sie als Sein Haus deklariert hat, was aber nicht heisst, dass Gott in der Kaba innewohnt oder sogar von ihr abhängig ist. Oder wie Er unter all Seinen Dienern Menschen als „Seine Gesandte“ auserchorte.
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