Bismillahirrahmanirrahim
Alle Propheten und Heilige hatten eine nur einzige Botschaft: Die Einheit Gottes! Es gibt nur Einen Gott... ein Gott, Welcher nicht
g e z ä h l t werden kann, so laut sinngemäß Hz. Ali (a.).
Die Einheit des Sein's -im islamischen Fachkontext als Wahdat al-Wudschud bekannt- ist die notwendige Folge aus dieser prinzipiellen Einheit; denn sie ist im Endeffekt die Einheit Seiner Kundgebung.
Nun wissen wir, dass der Herrgott niemals mit seinem Wesen (bi-zâtihi) auf die Erdoberfläche "hinabgestiegen" ist und dem Menschen ggü. stand. (Dies wäre sowieso nicht möglich!)
Gott hat durch den Menschen sich den Menschen offenbart. Wahiy (Offenbarung) oder Ilham (Inspiration) sind zwar hier Schlüsselbegriffe, auf die wird aber zunächst nicht eingegangen, da das Thema ein anderes ist.
Die Welt, die wir mit unserem menschlichen Auge wahrnehmen nennt man die materielle Welt (madde âlemi oder im islamischen Rahmen: şehadet âlemi). Die Religion wurde auf dieser Ebene offenkundig, von Propheten offenbart, und von den Heiligen bewahrt. Jedoch: nur weil auf dieser -eher dualistisch geprägten Welt- der Islam sich zu erkennen gab, heisst es nicht, dass es keine "höheren Ebenen" gibt, auf die der Qur'ân verweist, ja sogar den Menschen dorthin führen möchte.
Die Prophetenschaft wurde mit Hz. Muhammed (sall'Allahu aleyhi ve alihi) versiegelt. Nach ihm wird also kein weiterer Prophet mit einer göttlichen Schrift hervortreten. Die göttliche Vormundschaft (Velâyet) läuft jedoch weiter. Dies sind die zwölf Kalifen, die der Prophet des Islam ankündigte. Vielleicht später mehr dazu, aber jetzt werden wir uns einer Person von jenen Kalifen widmen, nämlich Hz. Ali (a.).
Tasavvuf -d.h. islamische Mystik- wird von Heiligen und Meistern lebendig gehalten. Ein Merkmal hiervon ist, dass diese Lebendigkeit durch eine bestimmte Kette (tr.: silsila) in Form eines "treueeidlichen Handschlag's" (Initiation) vital erhalten wird.
Die Quellen des Tasavvuf sind ohne Zweifel der Qur'ân und der Prophet Muhammed (s.). Um es mal in einer Bektaschi-Manier zu sagen: der stille Qur'ân und der sprechende Qur'ân!!
Nun: es ist immer der Mensch gewesen, der andere Menschen rechtgeleitet hat. In unserem Fall der islamische Prophet. Und das "Buch" Gottes war/ist der Garant für dessen Aufrichtigkeit.
Die Mystik beschäftigt sich mit dem "göttlichen Wissen" des Propheten, ja sie ist es eigentlich!
Es war vorhin von einer Kette die Rede. Der Anfangspunkt dieser Kette ist Hz.Muhammed (s.).
Die Frage, die uns in den Sinn kommen mag, wäre: Wie hat das Wissen bzw. über wem hat das Wissen des Propheten wie ein ununterbrochener Fluß uns in unserer Zeit erreicht?
Ein prophetischer Ausspruch lautet sinngemäß: "Ich bin die Stadt Wissen's. Und Ali ist die Tür zu dieser Stadt."
Um es mal auf den Punkt zu bringen: In jeder islamischen Tariqa (Orden) -ausser der Naqshibandi- verläuft die Kette (silsilah) über Imam Ali (a.) zu Hz.Muhammed (s.).
Die silsila von Haci Bektash Veli (qadas'Allahu sirr'ul-aziz):
Hz.Muhammed Mustafa (s.)
Imam Ali ibn Abi Talib (a.)
Imam Husayn
Imam Zayn al-Abidîn
Imam Muhammad Baqir
Imam Ja'far as-Sadiq
Imam Mûsa Kâzim
Imam Ali ar-Riza
Junayd al-Baghdâdî
Abu `Uthman Maghribi
Abu'l-Kasim Gurgâni
Abu'l-Hasan Kharkani
Shayh Abu Ali Farmadi
Khwaja Yusuf al-Hamadani
Khawja Ahmad Yesevi
Shaykh Luqman Perende
Pir Hünkâr Haji Bektash Veli
Ende Teil1
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