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This is America Show #925
Der Wanderer sollte selbst reifen und seine Seele erziehen. Dies impliziert folgende Frage:Sulûq bezieht sich auf die spirituelle Reise eines Gläubigen während er sich auf dem Ordenspfad befindet. Der murshid zeigt [ihm] den Weg, führt den Wanderer auf dem Weg zu Gott, lehrt ihm wie man die Sehnsüchte für weltliche Begierden unter Kontrolle hält, und wie man sich vor Einbildung, Neid und vor allem Arroganz fernhält. Der Wanderer (sâliq) wird sich anstrengen, um die höchste ethische Leitung, Weisheit, Gerechtigkeitssinn und Demut zu erlangen. So wie İsma’il Hakkı erläutert:
Man beginnt auf dem spirituellen Wanderung mit dem Auftrag Ignoranz durch Wissen und Fehler durch Tugend zu ersetzen. Der Suchende wird sein Ego dämpfen und lässt Gott sein Herz zu durchleuchten.
In seinen “Mekkanischen Eröffnungen” schreibt der große Meister Ibn al-‘Arabi, dass wenn der sâliq sich auf dem Weg zu Gott befindet, dessen Zustand und Gewissheitsgrad gemeint ist. Für ‘Abd ar-Razzaq al-Kashani (... - 1482) stellt die spirituelle Wanderung eine Heilung des Herzens, die Entlassung von temporären Kummer und in der Nähe von Gott sich einen Platz zu sichern dar.
Diese geistige Reise besteht aus vier Stufen:
Das geistige Streben nach Gott, wie z.B. das erlangen von Wissen, beginnt Schritt für Schritt. Zuerst werden die grundlegenden Elemente erlernt und sucht langsam die höchste Gelehrsamkeit und Wissen der Wahrheit (ilmi laduni). Nur wenn Herz und Seele geläutert werden kann der Mensch eine Entwerdung in Gott (fana’ fillah) erlangen.
Die Bektaschi Tradition b
ringt nachdrücklich die Nowendigkeit eines murshids, um dem Gläubigen auf diesem langen und anstrengenden Pfaf zu führen. Ein vollkommener Mensch, ein murshid-i kâmil, wird niemals zulassen, dass der Wanderer vom rechten Weg abkommt. Er wird Gehör und Hand schenken fortwährend durch die spirituelle Reise während der Suchende danach strebt sich von üblen Gedanken und quälenden Zweifel zu befreien. Ohne einen murshid kann niemand sein Ziel erreichen auch wenn ihm oder ihr das Wissen, Tugend und geistige Disziplin in die Wiege gelegt wurde.
Der Novize sollte allen religiösen Gewohnheiten folge leisten und ebenso die sekulären Gesetze achten. Der Bektaschi Pfad betont adab von Lebensbeginn bis zum Lebensende. Adab bewahrt dem Novizen davor seine [Pfads-]Geschwister zu beschämen und es lehrt ihm geduldig zu sein und zu vergeben. Adab wird den Zorn kontrollieren, wobei der Novize alles um der Gnade Gottes wegen aufgeben wird; so wie der Qur’ân spricht: "...die geduldig sind und gute Werke tun. Ihnen wird Vergebung und ein großer Lohn zuteil sein." [Sure 11:11] Wenn der Mensch einmal begonnen hat das geistige Erwachen in seinem Herzen zu erblicken, wird dieser dem adab einhalten.
Der Novize muss standhaft und stets treulich gegenüber der bektaschitischen Lehre stehen, wobei kein Fortschritt ohne Entschlossenheit erzielt werden kann. Der Bektaschi Novize sollte all seinen Freunden in Treue verbleiben und stets sein Wort halten. Sein eigenes Wort zu brechen ist eine Schande und im Islam eine Sünde. Das Bektaschiten betrachtet Treue als eine offenbarte Eigenschaft des eigenen Charakters. Und der Qur’ân beteuert dies:
tung verschont bleiben. Während diejenigen, die der Ahl al-Bait gegenüberstehen der Misshelligkeit und der Abweichung [vom Rechten Wege] zum Opfer fallen werden und der Gruppe Satans beitreten.“