Baba Rexheb Ferdî [q.s.] | pt. 6 - Lehrmethoden

Der Schüler des Bektaschi-Pfades sollte stets danach streben die höchste moralische Tugend zu erreichen. Hacı Bektaş Veli [möge Gott sein Mysterium heiligen] betonte dabei die Wichtigkeit einer engen Beziehung zwischen dem Novizen und dessen Meister. Das biographische Werk Velayetname enthält eine Anzahl von methodischen Anweisungen:

Hünkar (Großmeister) Hacı Bektaş Veli befahl den Novizen seinen Meister zu vertrauen und ihm Gehorsam zu schenken, genauso wie Hacı Bektaş Veli seinem eigenen Meister, Ahmad Yasawi, gehorchte.
Der Novize sollte aufmerksam gegenüber den Worten seines Meisters sein, und sollte darum bemüht sein die Zeichen der Lehre des Meisters zu entschlüsseln. Jemand, der nicht mit dem Ohr des Herzens hört kann sich nicht auf dem Bektaschi-Weg entfalten. Demjenigen, der taub und blind ist, bleiben die Tore des Fortschritts für immer verschlossen.

Der Gläubige sollte seinem Meister vertrauen und nur ihm gehorchen. Das gleiche Vertrauen sollte dem stellvertretenden Meister gelten, sofern der eigentliche Meister aus dem Diesseits ausscheidet.
Was für spirituelle Geheimnisse der Meister [dem Novizen] offenbart, so sollte der Novize diese nicht [woanders] preisgeben. Jedes einzelne Wort ist für den Novizen eine Nahrung der Gunst (rıza lokması).

Der murid sollte die Anweisungen seines Meisters mit Freude ausführen. Seine Segnungen sind göttliche Segnungen.

Der Schüler sollte aufrichtig mit seinem Meister sein, andernfalls wird er sich sein eigenes Herz brechen, was zu Verwirrungen [in seinem Herzen] führt.
Der Schüler sollte Geheimnisse bewahren. Nicht einmal ein Hinweis sollte irgendjemanden offenbart werden. Ein Geheimnis auszuplaudern stellt eine schändliche Tat dar.

Der Novize sollte standhaft sein und jedem einzelne Wort seines Meisters Gehorsam bieten.

Zwischen dem Schüler und seinem Meister existiert ein geschlossener Bund. Der murid sollte allzeit bereit sein zu opfern, falls sie mit ihrem ganzen Herzen danach streben das Endziel zu erreichen: die Nähe und Gebundenheit zu Gott.
Freunde des murshids sollte auch der murid als eigene Freunde betrachten; genauso sollten die Gegner des Meisters auch für den Schüler Gegner sein.

In der islamischen Mystik symbolisiert die Rose
den Gottgesandten Muhammed [Friede sei mit ihm und seiner Familie]

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