Das Phänomen „Mondtäuschung“ hat schon Aristoteles in seinen Schriften im Jahr 350 vor Christus erwähnt. Die Täuschung besteht darin, dass der Mond am Horizont wesentlich größer erscheint als am Zenit, viele Menschen schätzen ihn sogar doppelt so groß. Für die Sonne gilt übrigens dasselbe. Aber da niemand direkt in die Sonne sehen kann, fällt das weniger auf.

Die Erklärung für das Phänomen: Beurteilt man die Größe des Mondes am Horizont, dienen Bäume, Häuser oder Berge im Blickfeld als Anhaltspunkte. Das Gehirn erhält einige Informationen über den Abstand und kommt zu einer völlig anderen Einschätzung, als wenn der Mond ohne Vergleichsmöglichkeit hoch am Himmel steht. Schaut man jedoch durch ein Loch in einem Stück Papier, verschwindet der Unterschied, weil das Gehirn stets das Papier als Referenz benutzt.
Entfernungseinschätzungen sind subjektiv
Zudem schwankt die Mondtäuschung stark von Mensch zu Mensch. Es soll sogar Menschen geben, die überhaupt keinen Größenunterschied feststellen.
Entfernungseinschätzungen sind subjektiv
Zudem schwankt die Mondtäuschung stark von Mensch zu Mensch. Es soll sogar Menschen geben, die überhaupt keinen Größenunterschied feststellen.
Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass jedes Sehsystem Entfernungen individuell bestimmt. Dabei muss es sich ständig korrigieren, vor allem während des Wachstums in der Kindheit.Ein weiteres Beispiel für die Situationsabhängigkeit des Sehens: Bückt man sich und blickt zwischen den Beinen hindurch, verschwindet die Mondtäuschung. Sehforscher deuten dieses Kuriosum so, dass sich verfremdete Objekte wie kopfstehende Berge nicht als Referenz eignen, um den Abstand des Mondes zu schätzen.
Quelle: msn.com
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