Für die Bektaschiten ist Gott der Allmächtige der Schöpfer des gesamten Universums. Bektaschi Poeten komponierten über die Schönheit der Pracht des Geliebten. Sie fühlen sich Gott näher, als die Augenpupillen dem weissen Augenbereich, oder die Hauptschlagader als dem Genick. Sie nehmen Ihn als König wahr, und lassen ihre Imaginationen auf folgende Weise einen freien Lauf:„Der Geliebte lebt in den Augen des Liebenden. Gott hat ihn berauscht und sein Herz erobert, so dass der Liebende niemanden ausser Gott erblickt. Sogar im Spiegel erblickt dieser Gott, und nicht sich selbst. Er sieht und fühlt Gott in allem, und im Geliebten sieht und findet er sich selbst. Voller Liebe und durch die Liebe überwältigt, sieht er sich mit Gott vereint.“
Der Liebende fühlt, dass beide –er und der Geliebte- von unendlichem Licht durchdrungen sind, welches über die gesamte Welt scheint wie ein Regenbogen. Die Schönheit des Geliebten bedeckt die Erde, den Himmel und den gesamten Kosmos. Der Geliebte schmückt den Garten des Liebenden Herz’ und füllt es mit süßem Aroma. Es ist eine Liebe, welches nur der Liebende beschreiben kann… auf solch eine Weise, die nur er alleine versteht.
Ein gnostischer Poet nimmt den Geliebten folgendermassen wahr:
„Du veränderst Deine Gestalt und deine Farbe nur um mich zu täuschen, damit ich nicht in der Lage bin die Plätze zu sehen, welche Du verbirgst. Aber trotzdem wirst Du mich niemals verlassen, egal was Du zu tun vermagst.“
Ein anderer Gnostiker spricht:„Vertraue auf Gott und und verfalle nicht in Verzweiflung. Ergebe dich Ihm und ersuche keine selbstsüchtigen Wünsche. Wenn Gott Dich liebt, so befreie dich von Arroganz, und liebe Ihn mit all deiner Kraft… niemanden ausser Ihm.“

Der wahre Geliebte schenkt dem Liebenden größere Freude als das Paradies. Für Sein Angesicht gibt der Liebende alles, was in dieser und in der nächsten Welt existiert, auf.
Er kennt keine andere Freude, außer [gegenüber] dem Geliebten, Gott dem Allmächtigen.
Der berühmte Poet Nesimi (gest. 1417) addressierte Gott: „Lass die gesamte Welt Deins sein, nur Dich als Freund möchte ich.“
Und von den Worten des Propheten (a.s.): „Wer sich selbst kennt, der kennt seinen Herrn.“
Der Poet Naim Frasheri (1846-1900) schrieb:
„Ich suchte überall vergebens um den wahren Gott zu finden. Ich suchte und wusste nicht, dass Er in meinem Herzen inne wohnte.“
(Weiterführende) Quellen:
bektashi.net
silent-light
Deutsche Liebeslyrik
eslam.de/Liebe
bektashi.net
silent-light
Deutsche Liebeslyrik
eslam.de/Liebe
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